Kreuzfahrt in der Karibik – ♫ ♪ Come on over have some fun

Viele Schiffe

Ja, ich bin schon etwas stolz, dass ich beim Friseur auf die Frage „wo geht’s denn hin in Urlaub?“ verkünden darf: „in die Karibik“ und mal ehrlich... wer wird da nicht neidisch ? Darf man ja auch, denn die Karibik ist wohl der Inbegriff des Traumurlaubs. Weiße Strände, türkisblaues Wasser, lockeres Inselleben, Cocktails und Sonnenuntergang... Karibikfeeling eben.
Und schon hab ich einen Ohrwurm...♪ ♫ ♪ come on over have some fun ♫ ♪ ♫.... what a feeling ♪ ♫ ♪... Bacardi feeling ♫ ♪ ♫. ..

wenn´s halt nur nicht so weit wäre....

 

23. November

Tag 1 unserer Reise geht dann auch komplett für die Anreise drauf.

Flug ab München nonstop mit der Lufthansa nach Miami. Naja, heute mal nicht ganz nonstop.

Ein sehr umfangreiches Unwetter und der damit verbundene größere Umweg veranlassen nämlich unseren Flugkapitän vorsichtshalber eine Zwischenlandung auf den Bahamas einzulegen... Gute Entscheidung ! Ich habe nämlich keine Lust auf eine Notwasserung, weil der Sprit nicht mehr ausreicht.

So erreichen wir Miami dann statt nach 11 Stunden Flugzeit nach gut 13 Stunden seit dem Abflug in München. Und wer denkt, er hätte das Schlimmste überstanden, wird bei der Einreise dann leider eines Besseren belehrt.
Die Einreise in Miami ist nämlich – wie befürchtet – ein Desaster.

Es ist Thanksgiving... hochheiliger Feiertag, eigentlich der wichtigste in den Vereinigten Staaten und jeder, der an diesem Feiertag arbeiten muss, tut das nicht wirklich gerne.
Das lässt man uns dann auch spüren und deshalb stehen wir geschlagene 2 Stunden an, bevor wir endlich einreisen dürfen.

Ich bin nicht die Einzige, die jetzt eigentlich nur noch eine Dusche und ein ordentliches Bett braucht...

 

Tag 1 der Reise

 

24. November

An Tag 2 sieht die Welt doch schon gleich besser aus.

Miami, 09.00 Uhr morgens, sonnig 23° Celsius... YES... ich hab Urlaub !
Nach einem leckeren und opulenten Frühstück auf der Terrasse unseres Strandhotels haben wir auch schon eine erste Verabredung.
Wir haben einen privaten Ausflug in die Everglades gebucht.

Karin, unsere deutsche Fahrerin und Reisebegleitung erklärt uns auf dem Weg dorthin wie die Everglades entstanden sind, warum man dort keine Krokodile antrifft und was die Krokodile von den Alligatoren unterscheidet.
Sehr interessant... wenngleich ich den Unterschied schon kannte und nach wie vor von keiner der beiden Spezies gebissen werden will.

Natürlich sind wir nicht die Einzigen, die so eine Propellerboot-Fahrt machen möchten.
Glücklicherweise hält sich – weil vorausgebucht – der Andrang in Grenzen und unser Bootsführer MT nimmt uns mit auf eine interessante, aber auch sehr laute – um nicht zu sagen ohrenbetäubende - Fahrt durchs Sumpfgebiet. Nicht ohne uns zu erläutern, dass sein Name MT - gesprochen eM(p)Ty - daher rührt, dass er mit Touristen rausfährt, aber mit einem leeren Boot zurückkommt... haha ha... oder wie man heute schreibt LOL.
Die anschließende Alligatoren Show kann man sich ansehen... muss man aber nicht.

Zurück in Miami, schnappen wir uns einen Hop-on-hop-off-Bus und drehen noch eine Sightseeingrunde bis zum Bayside Marketplace, einem kleinen Einkaufscenter direkt am Wasser. Mir knurrt der Magen... da kommt uns das kubanische Lokal hier gerade richtig. Bedenkt man die Location – wir sitzen direkt am Wasser mit Blick auf die Yachten der Besserverdiener – isst man hier wirklich sehr günstig und gut außerdem. Sogar Livemusik gibt’s obendrauf. Ein schöner Tagesausklang, wie wir finden.

 

Tag 2 

25. November

Am nächsten Tag schauen wir uns Miami genauer an, d.h. wir steigen einfach wieder in unseren Sightseeingbus, der auch noch ganz bequem direkt vor unserem Hotel hält und klappern die „Must see´s“ ab.
Besonders beeindruckt, weil auch weniger bekannt, bin ich vom Künstlerviertel. Die Häuserwände sind hier eindrucksvoll und wirklich bemerkenswert, oft auch sozialkritisch bemalt. Am frühen Nachmittag statten wir den Promis einen Besuch ab... wir spielen Paparazzi auf dem Boot und bestaunen die millionenschweren Villen der Superreichen.
Wer hier ein Häuschen hat, braucht sich wahrlich keine finanziellen Sorgen machen.

„Irgendwann wird alles langweilig und du hast dich sattgesehen“... meint mein Mann pragmatisch...
ja...auch wieder wahr :-)

Abends bummeln wir entlang des berühmten Ocean Drive und lassen interessante Menschen und und ihre noch interessanteren Fahrzeuge auf uns wirken. Miami ist schon echt klasse !

 

Tag 3

 

26. November

So..., endlich beginnt unsere Kreuzfahrt.

14 Nächte lang soll nun also die Celebrity Eclipse unser schwimmendes Hotel sein.
Wie alle Kreuzfahrtschiffe, die von Miami aus in See stechen, liegt unser Luxusliner in Reih und Glied mit den anderen Schiffen in der Biscayne Bay.
Nach dem Einchecken werden wir mit einem Glas Sekt sehr freundlich begrüßt und begeben uns erst einmal zum Frischmachen direkt auf unsere Kabine. Auf dem Weg dorthin begegnet uns dann auch schon unser cabin stewart, José aus Nicaragua.
Er wird uns in den nächsten 2 Wochen jeden Wunsch von den Augen ablesen.

Auf der Kabine erwartet uns auch schon ein Willkommensschreiben und der Hinweis, dass um 15.00 Uhr eine allgemeine Seenotrettungsübung stattfindet, zu welcher wir freundlichst angehalten sind zu erscheinen.
Ich mag sie eigentlich nicht sonderlich gerne, diese obligatorischen Rettungsübungen... aber was sein muss, muss sein.
Als das Signal ertönt und wir zu unserer sogenannten Musterstation aufbrechen, hoffe ich wieder mal inständig, dass Theorie niemals auf Praxis trifft.
Die Rettungsboote befinden sich auf Deck 5 mittschiffs und im hinteren Teil des Schiffes. Wieso aber sollen sich die Leute von Deck 9 zum Theater auf Deck 4 im vorderen Teil des Schiffes begeben, wenn sie dann im Anschluss zu den Rettungsbooten auf Deck 5 geleitet werden ?
Übung ist das Eine... ein tatsächlicher Notfall das Andere. Hoffen wir inständig, dass es zu Letzterem niemals kommen wird.

Weil wir eine flexible Essenszeit bei Buchung gewählt haben, reserviere ich uns noch schnell einen Tisch im Moonlight Sonata Restaurant. Denn man weiß ja nicht, wieviele genau zur gleichen Zeit essen wollen.
Mein 7.Sinn hat mich dann auch nicht getäuscht … es steht eine ziemliche Schlange an.... Glück hat, wer eine Reservierung vorweisen kann :-))
Im dem im Reisepreis inkludierten a la carte-Restaurant werden wir direkt am Tisch bedient und essen sehr gut zu Abend.

 

Tag 4

27. November

Heute ist Seetag... irgendwie muss das Schiff ja auch von Miami aus erstmal in die Karibik zu den Inseln fahren.
Wasser so weit das Auge reicht...

Wir haben heute also genug Zeit das Schiff zu erkunden... die Geldbörse samt Kreditkarten lasse ich auf der Kabine im Safe. Brauche ich heute und morgen nicht.
Nicht aus dem Grund, weil ich mir nichts kaufen würde... haha, da kennt ihr mich aber schlecht !... nein, man schreibt hier alles auf´s Bordkonto. Wird erst am Ende der Reise abgerechnet :-))
Auf dem Sonnendeck tummeln sich die Sonnenanbeter.
Hier reiht sich Liegestuhl an Liegestuhl...hach, wie schön, dass wir eine Balkonkabine haben...so kann ich die warme Karibiksonne in Ruhe genießen... ganz ohne den Schweißgeruch eines auf Tuchfüllung neben mir liegenden Mitreisenden.

Und die Sonnenuntergänge sind einfach traumhaft...

Tag 5

 

28. November

Noch ein Seetag... das Schiff kenne ich nun schon... auch wenn es einem eigentlich nicht langweilig wird auf so einem Megaliner.
Aber ich möchte heute weder shoppen (da habe ich noch an Land genug Möglichkeiten), noch mein Vermögen, das ich nicht besitze, im Casino verhökern.
Und da ich auch nicht die Gewichtsklasse des durchschnittlichen amerikanischen Kreuzfahrers besitze, benötige ich auch keinen Workshop zum Thema „Richtig ernähren – besser leben“.

Ich lasse mich von meinem Mann zu etwas überreden, was wir noch niemals getan haben.
Sollen wir wirklich ? Wo uns eventuell jemand zusehen könnte ?
Was soll´s... wir tun´s einfach... und es ist das schönste Gefühl seit langem...
Ich besiege meinen Mann im Basketball... im Sommerkleid und Schuhen mit hohen Absätzen :-))... was für ein Spaß !
Sein Kommentar: „ich hasse Basketball“

Ich freue mich dennoch, dass wir morgen mal wieder Land sehen... immer nur Wasser ist dann auch auf Dauer etwas öde.
Obwohl wir uns wettertechnisch nicht beschweren können.
Unser Kapitän Michael Sympouras meldete bereits am Morgen: „sunny skies and a moderate breeze“, wobei er mit seinem griechischen Akzent das „r“ so herrlich rollen lässt.
Mit dem sonnigen Himmel hatte er auch Recht, das leichte Lüftchen weht dann allerdings – je nachdem wo man sich gerade auf dem Schiff befindet – manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger stark.

Tag 6

 

29. November – St. Kitts

Als ich aufwache, merke ich schon an den Geräuschen, dass das Schiff manövriert.
Ich klettere aus dem Bett und spitzle vorsichtig durch den Vorhang....Land in Sicht !!!
Wir sind tatsächlich schon in St. Kitts angelangt.

Und wir sind nicht alleine. Noch 3 weitere Kreuzfahrtschiffe werden zusammen mit uns heute diese kleine Insel der „Westindies“ überschwemmen.
Während unser Schiff zusammen mit der Carnival Conquest direkt am Pier der 35.000 Einwohner zählenden Insel anlegen darf, müssen die Oceania Riviera und die AIDA Luna „draußen“ bleiben. Die Gäste dieser Schiffe müssen tendern und brauchen einen Transfer ins Zentrum....
Tja, Augen auf bei der Schiffswahl :-)

Unser Ausflug geht erst um 09.30 Uhr. So bleibt uns noch Zeit für ein ordentliches Frühstück mit Blick auf Basseterre, der Hauptstadt, und den Hafen.
Entgegen meiner Gewohnheit gibt es heute mal kein Rührei und keinen Speck, auch wenn es mir zugegebenermaßen schwerfällt diesem ungesunden, aber leckeren Einstieg in den Tag zu widerstehen.
Nein, ich werde auch kein Omelett oder Spiegelei essen und Indisch muss es so früh am Morgen auch noch nicht sein.
Auch Blueberry Pancakes und Frenchtoast lasse ich links liegen und steuere stattdessen die Station mit dem Obst an: Wasser- und Honigmelone sowie Orangen, Kiwi und Weintrauben liegen auf meinem Teller.
Auf dem Rückweg zum Tisch verfalle ich dann allerdings dem Duft einer warmen Waffel... und schwupps landet sie auch schon auf meinem Teller... mit Schokosauce... himmlisch.
Was soll´s... esse ich eben heute Mittag nur einen Salat … sofern ich mich dann noch an meine guten Vorsätze erinnern kann.

St. Kitts ist eine winzige Insel, die eigentlich auch nicht die 1. Wahl war... aber als Ausweichziel für das von den diesjährigen Hurrikans nahezu komplett zerstörte St. Maarten von der Reederei als erstes Anlaufziel gewählt wurde.
Geordnet – ich komm mir ein wenig vor wie im Kindergarten... wir stehen in Zweierreihen hintereinander – werden die unterschiedlichen Ausflugsgruppen zu den bereitstehenden Bussen geführt. Unser klimatisierter Kleinbus fasst ca.25 Personen.
Scotty, unser Busfahrer macht zunächst eine kleine Stadtrundfahrt mit uns, bei der wir allerdings zu Fuß deutlich schneller vorangekommen wären.
Kein Wunder, wenn Hunderte Touristen wie eine Invasion einfallen, dann gibt das einen Megastau in so einem kleinen Ort.
Wir fahren zum Berkeley Monument, welches dem Picadilly Circus in London nachempfunden wurde und erreichen nach wenigen Metern noch den Independence Square; einen Park, welcher früher als Sklavenhandelsplatz diente. An der katholischen Kirche von Basseterre geht es dann vorbei Richtung Fairview Guesthouse.

Die Hauptverkehrsstraße der Insel ist, gemessen an deutschen Verhältnissen, sehr einfach und dementsprechend holperig.
Wir passieren auf dem Weg – hier fährt man im Übrigen links ! - einige Universitäten, welche wohl vor allem bei US-amerikanischen Studenten sehr beliebt sind.

Das Fairview Guesthouse ist ein altes Herrenhaus im Kolonialstil von 1703. Von Termiten zerfressen, hat man das ursprüngliche Gebäude zunächst abfotografiert und abgerissen um es dann mit Hilfe von brasilianischen Experten wieder naturgetreu aufzubauen.
Es dient nun als Eventlocation zum Feiern und/oder Heiraten.
Man hat einen wundervollen Ausblick von hier oben und im Garten blühen viele bunte Blumen. Die perfekte Kulisse für eine Hochzeit !

Unser nächster Stopp: Romney Manor. Ein wunderschönes Anwesen eines ehemaligen Zuckerrohrfabrikanten, in welchem heute die Kunst der Herstellung von Batiktüchern demonstriert wird. Die man dann natürlich auch erstehen kann.
Logisch... aus reiner Nächstenliebe und Spaß machen die das auch hier nicht.

Dritter und letzter Halt – „jo mei“ wie der Bayer sagt... ist eine kleine Insel, da gibt’s eben nicht sooo viele Sehenswürdigkeiten – ist der Aussichtspunkt Timothy Hill Lookout. Hier bietet sich uns ein wundervoller Ausblick auf den Atlantik auf der einen, und die Karibische See auf der anderen Seite.
Wer mag, kann sich mit einem Affen fotografieren lassen...10 USD soll der Spaß kosten und der etwas grimmig dreinschauende Insulaner achtet penibel darauf, dass ja keiner seinen Affen einfach so fotografiert :-))

Wo jetzt die 95 Stufen waren, die als Warnhinweis bei der Buchung angezeigt wurden, wird für immer ein Rätsel bleiben...
Alle an Bord heisst es um 16.30 Uhr. Da wir pünktlich ablegen, sind wohl auch wie gefordert alle pünktlich von ihren Exkursionen zurückgekommen.

 

Tag 7

 

30. November – Antigua

Heute gibt es ein schnelles Frühstück, denn bereits um 08.15 Uhr werden wir im Theater erwartet. Von dort ist Aufbruch in der Gruppe zur gebuchten Tour „Amazing Antigua“.

Unsere Reiseleiterin Elaine ist klasse. Sie spricht zwar nur englisch, macht aber immer mal wieder eine kurze Pause, so dass ich besser dolmetschen kann. Schliesslich haben wir auch einige deutsche Gäste im Bus. Und ein deutschsprachiger Ausflug leider an keinem der Termine buchbar.

Was ich persönlich verschmerzen kann; allerdings sind auch einige deutsche Gäste an Bord, die nur wenig bis gar kein Englisch verstehen.
Da darf nur das Steak englisch sein...

Elaine erklärt uns, dass beim letzten Hurrikan, der die Karibik und vor allem Antigua und die Nachbarinsel Barbuda schwer getroffen hat, die kleine Schwesterinsel Barbuda komplett zerstört wurde. Das ist der Grund, warum derzeit die 900 Einwohner von Barbuda auch auf Antigua leben.

Die Insel Antigua, die seit 1991 unabhängig vom Commonwealth ist, zählt derzeit rund 90.000 Einwohner. 70 Prozent davon arbeiten im Tourismus.
Jetzt hab ich gleich kein so schlechtes Gewissen mehr ;-)

Unser erster Stopp ist „Blockhouse Hill“, wo einst ein Fort zur Verteidigung stand, heute aber nur noch Ruinen von vergangenen Zeiten erzählen.
Ich müsste eigentlich mal für kleine Mädchen, aber Elaine meint: „besser nicht... lieber beim nächsten Stopp, da sind die Toiletten besser“.
Unser nächster Halt: Shirley Heights...
Was für ein Anblick ! DAS muss man einfach gesehen haben... dieser Ausblick ist so fantastisch... ich vergesse doch glatt hier eine Toilette aufzusuchen... so grandios ist der Ausblick. Und wir fahren dann ja auch schon schnell wieder weiter zu Nelsons Dockyard, unserem dritten und letzten Stopp.
Jaaaa, endlich auch eine ordentliche Toilette :-)
Danach bin ich wieder voll aufnahmefähig... also was die Informationen zu dieser historischen Hafenanlage im English Harbour anbelangt, die 2016 in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen wurde.

Aber soviel Info macht durstig...zurück im Hafen von Antigua, schlendern wir noch durch die Strassen und setzen uns in ein Strassencafe und trinken erstmal ein local beer...
JA, so klein diese Insel ist, sie brauen ihr eigenes Bier.
Wadadli... lustiger Name. Es ist eines von der Sorte, die eigentlich nur eisgekühlt schmecken... und dieses hier ist es definitiv. Sauteuer ist es auch... es sind eben spezielle Touristenpreise. Was soll´s . Ich bin nicht hier um zu sparen. Und die Menschen hier können es gebrauchen.
Wir gehen zum Schiff zurück, das um 17.00 Uhr wieder pünktlich ablegt.
Wir passieren die AIDA luna und freuen uns kurzeitig über den WIFI Empfang des – wieder mal – weiter draußen ankernden deutschsprachigen Kreuzfahrtschiffes.

Unser Abendessen im Moonlight Sonata Restaurant finde ich heute leider etwas enttäuschend. Während die Vorspeise Quinoa Salat mit Bacon und Pfirsich noch einigermaßen gelungen daherkommt, lasse ich die Hauptspeise, das Beef Bourguignon fast komplett unangetastet, weil es mir nicht schmeckt. Dann bleib ich halt bei meinem Chardonnay... Das bisschen, das ich esse, kann ich auch trinken...

Die Abendvorstellung ist heute eine Zaubershow; sehr interessant und kurzweilig.
Aber auch hier das kleine Manko: man sollte zumindest ein paar Brocken Englisch verstehen, da der Zauberkünstler dann doch sehr viel erzählt und witzelt... während bei anderen Reedereien wie Costa und MSC diese Künstler meist in mehreren Sprachen erzählen, ist das auf englischsprachigen Schiffen leider nicht der Fall.
Hier setzt man einfach gewissen Grundkenntnisse der englischen Sprache voraus.
So ist halt wieder mal mein Dolmetscher-Einsatz gefragt, damit auch meine mitreisenden Eltern ein paar Witzchen besser verstehen.

Tag 8

 

1. Dezember – Martinique

Eigentlich hätten wir heute auf St. Lucia anlanden sollen... aber die Hafenanlage ist leider durch die vorausgegangenen Hurrikans so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie derzeit noch nicht einsatzbereit ist für solch große Schiffe wie die Celebrity Eclipse.
Also legen wir heute in Martinique an.

Über der Insel hängen schwere, schwarze Wolken. Die Einfahrt nach Fort de France ist demnach nicht sonderlich malerisch. Aber das macht nichts... wir sitzen eh noch beim Frühstück, bei dem ich es heute ausnahmsweise mal richtig krachen lasse... so kalorien- und cholesterin-technisch... es gibt pochiertes Ei (eigentlich sogar zwei) mit Bechamelsauce, dazu einen Bagel, Marmelade und die bei den Amis allzeit beliebte Peanutbutter. Nutella gibt es hier auf dem Schiff ja leider nicht, weswegen es von mir auch gleich einen Punktabzug beim Essen gibt.
Ohne Nutella am Morgen (soll jetzt keine Werbung sein, aber es gibt hierfür leider keinen Ersatz) bin ich nur ein halber Mensch.

08.15 Uhr ist wieder mal das Treffen im Theater für alle Ausflügler...
Ich kann die Witze des Ausflugsmanagers, die leider IMMER die gleichen sind, echt bald nicht mehr hören.... gähn... Hauptsache die Engländer finden´s lustig und gröhlen dann auch lautstark beim Aufruf ihrer Gruppennummer. Wer´s mag...

Martinique wird auch „island of flowers“ genannt. Wegen der vielen Blüten und Früchte.

Während es auf der Insel ca. 100.000 Einwohner gibt, leben alleine 80.000 davon in der Hauptstadt.
Auch diese Insel hat ihre Entdeckung Columbus zu verdanken. 1502 soll das gewesen sein.
Während der Norden tropisch ist, tobt im Süden der Tourismus. Denn dort gibt es die wundervoll, weißen Sandstrände.

Unser erster Halt ist die Balata Kirche. Meiner Meinung nach könnte die allerdings mal eine Renovierung vertragen.
Dann fahren wir durch den tropischen Regenwald und unsere Reiseleiterin erklärt uns die unterschiedlichen Bananenarten und noch viel Wissenswertes rund um die gelbe Frucht.

Die Fahrt geht weiter nach St. Pierre, welches bei einem Vulkanausbruch des Mount Peleé 1902 komplett zerstört wurde. Über 30.000 Menschen kamen bei dieser Naturkatastrophe durch herabfallende Steine und Gase ums Leben. Es gab nur einen Überlebenden, der diesen Umstand der Tatsache zu verdanken hatte, dass man ihn zwecks Ruhestörung in ein Verlies gesperrt hatte.
Zu erwähnen sei bei dieser Gelegenheit, dass auf Martinique bekanntermaßen von Juli bis Januar Regenzeit ist.

Vorsichtshalber haben wir auf unseren Ausflug die bereit gestellten Regenschirme mitgenommen (es gibt 2 pro Kabine). Der Regen erwischt uns dennoch mit voller Wucht, als wir in St. Pierre die Ruinen des Theaters besichtigen.
Selbst unsere sehr junge Reiseleiterin ist wohl vom Regen überrascht... und die Schirme liegen derweil im trockenen Bus. Aber was kümmert´s den Platzregen, der sich kübelartig über uns ergießt.
Es ist ja zumindest ein warmer Regen und bei knapp 30° und im Urlaub nimmt man dann auch mal klitschnasse Kleidung in Kauf.
Ich bitte dann allerdings unseren Busfahrer, die auf gefühlte 10° eingestellte Klimaanlage, etwas höher einzustellen.
Nicht dass wir mit weniger Passagieren nach Hause kommen...
Das Mittagessen nehmen wir heute mal auf dem Schiff ein. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual.
Indisch, italienisch, Fisch oder Fleisch, Burger, Sandwich oder doch lieber was von der Salatstation...
Ich weiß nicht wie es Ihnen geht... aber ich fühle mich ob solch einer riesigen Auswahl manchmal etwas überfordert und nehme dann... erstmal nichts. Ich schlendere durch die diversen Kochstationen, staunend über den Kohldampf vieler Mitreisenden und beim Anblick der hoch aufgetürmten Teller vergeht mir dann zuweilen sogar der Appetit komplett.
Kein Wunder, dass einige amerikanische Kreuzfahrtgäste hier sogar mit dem Scooter zum Essen kommen. Die Leibesfülle lässt ein Anstehen oder gar ein Laufen nicht mehr zu.

Nach reiflicher Überlegung gönne ich mir dann doch ein leckeres, frisch nach meinen Wünschen zubereitetes Sandwich... wenn der Koch aber auch sooo nett lächelt :-))

Nach dem Essen noch ein kurzer Bummel ins Stadtzentrum. Als wir das Schiff verlassen hören wir dabei laute Gesänge... aber wer singt da ? Plötzlich sehen wir vor uns ein riesiges Segelschiff. In der Takelage des Schulschiffes, welches allem Anschein nach aus Kolumbien kommt, stehen bunt angezogene Matrosen und geben ihr musikalisches Können zum Besten.
Wow ! Wir sind begeistert und lauschen bis sie aufhören aus voller Inbrunst zu singen und flink, aber geordnet den Rückzug antreten.
Ausnahmsweise schüttet es auch gerade mal nicht... uns erwischt es in der Stadt dann allerdings erneut. Dieses Mal aber MIT Regenschirm... wir sind ja lernfähig.

Am Abend gönnen wir uns ein Bad im überdachten Pool... ...das Schiff scheint wie ausgestorben, denn die anderen sind alle beim Essen, in einer der Vorstellungen oder beim Bingo, einer Quizshow, im Kasino oder, oder, oder...also die beste Zeit sich mit seinem Liebling in eine der Cabanas oder den Whirlpool zurückzuziehen ;-)

Tag 9

 

2. Dezember – Barbados

Als wir etwas verspätet in Bridgetown einlaufen sind die Silversea, P&O Cruises und die QueenMary2 schon da.

Dieses Mal liegen wir leider in einem Containerhafen, was bedeutet, dass man nur mit einem der Shuttlebusse den Hafen verlassen kann, der von der Hafenbehörde bereitgestellt wird um die Gäste wohlbehalten zum Terminalgebäude zu bringen. Dabei wären es nur ein paar Meter... aber selbst hier achtet man eben auf Sicherheit. Gut so.

Da unser gebuchter Schnorchelausflug erst um 12.00 Uhr startet, machen wir uns zunächst auf eigene Faust auf in die Stadt. Wir nehmen für 2 USD pro Person ein Taxi in die ca.1,5km entfernte Stadtmitte.

Dort herrscht nicht nur auf dem Gemüsemarkt eine quirlige, lebensfrohe Atmosphäre und ich bin sofort von dieser Insel fasziniert.

Hier gibt’s sogar eine Happy Hour von 08.00-11.00 Uhr ! Morgens... wohlgemerkt :-))
Auch wenn´s verlockend klingt, wir lassen das lieber und schlendern gemütlich zu Fuß zum Hafengebäude zurück, wo wir uns dann auf dem Schiff erstmal unsere Badesachen schnappen.
Mit dem Schiff... nicht unserem Riesenschiff versteht sich... sondern einem kleinen Catamaran-Schnellboot geht es in die traumhafte Carlisle Bay.
Türkisblaues Wasser, feiner weißer Sandstrand (mit kleinen roten Pünktchen... echt wahr ! die kommen aber von den Korallen) und absolut klares, warmes Wasser !!
Ein kleines Paradies auf Erden....
Toppen können das nur der Whitehaven Beach und die Turquoise Bay in Australien :-D

Aber der absolute Hammer: die green turtles !
Die Schildkröten, die hier sogar mit bloßem Auge unter Wasser zu beobachten sind. Gut, eine Schnorchelbrille sollte man schon haben.

Ich kann mich fast nicht satt sehen und verpasse es beinahe zurück zum Schiff zu schwimmen. Nicht, dass die mich noch hierlassen.
Weiter geht es zu einem Schiffswrack, das so nah an der Wasseroberfläche liegt, dass man kein Taucher sein muss um sowohl Wrack als auch die vielen, bunten Fischschwärme – denen die vielen Schnorchler und Taucher nichts auszumachen scheinen - zu bestaunen.

Unser Boot mit einer total netten und coolen Crew (3 Jungs und eine nette junge Dame) fährt dann noch zu einem Ankerplatz in der Nähe des Strandes, von wo aus – wer mag – ins Wasser springt und zum Strand zu schwimmen und sich dort ein wenig zu sonnen.

Ich springe nicht... ich werde gesprungen... und das auch noch unter Mithilfe der Crew ;-)

aber ich will man nicht nachtragend sein.
Auf dem Schiff wird fruit punch und Kuchen serviert.
Der fruit punch (Rum, Ananassaft, Wasser, Eiswürfel) ist süffig, mein Leben sooooo schön...Leute, ich will hier nie, nie wieder weg !!!

Tag 10 

 

3. Dezember – Auf See

Ach, hätten die mich nur auf Barbados vergessen...
Gegenüber diesem genialen Tag gestern, scheint so ein Seetag geradezu gähnend langweilig.

Ich lege mich auch nicht gerne Schulter an Schulter auf einer Sonnenliege am Pool an einen verschwitzten, fremden Körper. Und auch auf der Wiese, die es auf diesem Schiff gibt (kein Witz, das ist sogar echter Rasen!), wird es an so einem Seetag eng.
So ist heute unser eigener Balkon unser Ruhepol. Aufgrund der Windstille hier ist es heiß genug.

Am Abend werfe ich mich in Schale... naja, nicht nur ich... eigentlich alle. Denn es ist CHIC angesagt. Nicht Gala, nicht leger... chic halt.
Wir haben wieder einen Vierer Platz im Moonlight Sonata Restaurant und dieses Mal auch ein recht passables Essen. Als Vorspeise gibt es für mich überbackene Jakobsmuscheln...in der Mehrzahl, denn ich bestelle gleich eine zweite, so gut sind die.
Auch unser Kellner scheint gut drauf zu sein. Sobald mein Weinglas auch nur den Anschein erweckt, nicht voll gefüllt zu sein, schenkt er nach. Ich muss dann schon die Hand auf´s Glas legen, um ihn zu stoppen ;-)
An der Martinibar testen wir mal ausgiebig die verschiedenen Sorten...

Tag 11 

 

4. Dezember – Bonaire

Als wir frühmorgens vorbei an Klein Bonaire den Hafen von Kralendijk anlaufen ist die Norwegian Jade schon da.

Das Wetter ist sehr gut und es weht eine „moderate breeze“ (oder wie unser Kapitän immer so nett mit seinem griechischen Akzent sagt „modderrett briies“)

Wir haben für heute keinen Ausflug gebucht, wollen uns einfach treiben lassen auf dieser kleinen Insel mit gerade mal 12.000 Einwohnern und doch durchaus überschaubaren Sehenswürdigkeiten.

Ausserhalb des Hafens stehen Taxen bereit, die zu einem Festpreis Inselrundfahren anbieten. So kostet eine Südtour 25 USD für 2 Stunden.

Da es sich bei den Taxen eher um Shuttlebusse mit 10-12 Plätzen handelt, ist der Fahrer natürlich bestrebt möglichst viele Gäste für seine Tour zu begeistern.

So steuern wir dann letztlich zu 8 zuerst die weißen Salzseen an, die so herrlich pinkfarben leuchten. Ist ja auch genau meine Farbe :-)
Nebenbei erzählt der Fahrer ein wenig von der Insel. Nächster Stopp sind die einstigen Sklavenhütten (slave huts), die zu Zeiten der Sklaverei, wie der Name schon vermuten lässt, von den Sklaven während ihrer Arbeitszeit unter der Woche bewohnt wurden.
Während diese winzigen Behausungen auf den Fotos (ohne Menschen als Größenvergleich) gar nicht so klein wirken, ist man umso erstaunter, wenn man sie im Original sieht.

Hier kann man nicht einmal aufrecht stehen... was für eine menschenverachtende, armselige Unterbringung !
Ja, die gute alte Zeit... sie war nicht für jeden und immer so gut wie das Sprichwort es anklingen lässt.

Weiter geht die Fahrt zu einem Leuchtturm und wild lebenden Flamingos. Auf dem Weg zurück zur Hauptstadt sehen wir dann noch wilde Esel und lustige Kakteenzäune.

Also echte, schön haarige und stachelige Kakteen, die die Leute hier um ihr Grundstück angepflanzt haben, wie man das hierzulande mit Holzzäunen macht.

Sieht witzig aus und ist sicher äußerst effektiv ;-)

Die Größe der Hauptstadt von Bonaire hat unser Kreuzfahrtdirektor schon so nett umschrieben: würde man jeden Shop der Stadt besuchen, wäre man in 2 Stunden durch...

Und er hat absolut Recht.

Alles sehr überschaubar hier. Und mit den vielen Kreuzfahrtgästen, die im Moment hier anlanden, scheinen nicht nur die Geldautomaten, vor welchen viele Schlange stehen, zeitweise etwas überfordert zu sein.
Übrigens: die Taxifahrer nehmen alle nur Bargeld... also besser immer ein paar Dollar dabeihaben.

Nach einem schnellen Mittagessen auf dem Schiff, packen wir unser Badezeug und ziehen nochmal los. Mit einem Wassertaxi lassen wir uns zum Eden Beach fahren. Von dort gehen wir die paar Meter zum Coco Beach, da es dort einen schönen Sandstrand, eine tolle Bar und einen wunderbaren Schnorchelspot gibt.

Das Wasser hat auch hier wieder angenehm warme 26°.... so liebe ich das Meer.
Drunter gehe ich nicht rein... oder nur mit einer 30minütigen Anlauf- und Aufwärmphase :-))
Hier am Coco Beach gibt es wunderschöne Fischschwärme zu sehen. Der Einstieg ins Wasser ist etwas abenteuerlich. Da direkt am Strand viele abgestorbene Korallen sind, führt der Weg ins Wasser über einen sehr wackeligen Steg.
Aber mehr als spontan Reinfallen kann ja nicht passieren...
Auch wenn es zwischenzeitlich mal einen kurzen Regenschauer gibt, danach klart es wieder auf und bei strahlendem Sonnenschein lassen wir uns anschließend noch ein kleines, kühles Bier an der Beachbar schmecken, bevor wir mit dem Wassertaxi wieder zurück zum Schiff gebracht werden.

Tag 12

 

5. Dezember – Curacao

Das also ist Curacao. Der Namensgeber für diesen – zumindest zu meiner Jugendzeit – sehr beliebten Bestandteil zahlreicher Kultgetränke.
Irgendwie erwartet man – so viele Seemeilen entfernt von der amerikanischen und noch viel mehrere entfernt von Europa – nicht so eine zivilisierte und entwickelte Insel.

Wenn man dann aber weiß, dass diese Karibikinsel noch heute zu den Niederlanden gehört, dann macht alles schon eher Sinn.
Und diese Mischung aus karibischer Fröhlichkeit mit niederländischem Einschlag macht den Reiz der Insel aus.

Da die Celebrity Eclipse über Nacht hier auf Curacao bleiben wird, habe ich schon vor unserer Abreise einen Mietwagen gebucht.

Unser Schiff liegt direkt am Pier, wenige Schritte vom Renaissance Hotel mit einem tollen Infinitypool entfernt. Dort hole ich den Mietwagen ab und wir machen uns in den Norden der Insel auf.

Da wir keine Straßenkarte von Curacao haben, muss das Handy und Googlemaps herhalten... das Wetter könnte allerdings besser sein. Es scheint als ob wir genau ins schlechte Wetter fahren würden... im Süden wäre es sonniger.
Naja, egal. Jetzt sind wir schon unterwegs Richtung Westpunt.

Unser erster Halt: der Shete Boka National Park, Curacaos jüngster Nationalpark an der rauhen Nordküste.
Für 7 USD können wir hier parken und erkunden dann zu Fuß die rauhe Küste.

Hier gibt es einen Höhle, in die man hinabsteigen und von dort aus beobachten kann, wie das Wasser sich seinen Weg in das Innere der Höhle bahnt. Ein Küstenweg führt an einen Aussichtspunkt, wo man Zeuge der gewaltigen Kraft des Meeres wird.

Und ein weiterer Weg führt an eine kleine Bucht, deren wahre Wunder nur diejenigen sehen, die ein Auge für die wundervollen kleinen Dinge der Natur haben: winzige kleine Krebse... kleiner als ein Fingernagel...versteckt in kleinen Muscheln...
Man entdeckt diese Winzlinge vor allem dann, wenn man auf der Suche nach schönen Muscheln ist, dieselbigen dann aber plötzlich Beine bekommen.

Bisher hatte es auch das Wetter sehr gut mit uns gemeint. Die drohenden dunklen Wolken konnten sich immer noch gut zurückhalten; doch jetzt fängt es plötzlich an zu regnen.
Zeit aufzubrechen und weiterzufahren...

Ein kleines Hüngerchen macht sich mittlerweile breit und da trifft es sich gut, dass wir an einem schnuckeligen Landhaus vorbeikommen, welches nun ein offenes, zugleich aber überdachtes Restaurant beherbergt.
Wir sind wohl auch die einzigen Ausländer hier, sonst nur Einheimische. Dann muss das Essen ja gut sein :-))
Wir bestellen dann auch traditionelles Essen.
Für Ziegeneintopf kann ich mich zwar nicht erwärmen, aber ich wähle einen Eintopf aus Schweine- und Rindfleisch sowie Speck und Papaya... nennt sich hier Papaya stoba. Dazu gibt es banana hasa (frittierte Banane) und funchi, einen süßlich schmeckenden Brei aus schwarzen Bohnen, Maismehl und Zucker. So eine Art Polenta … nur eben dunkelfarbig und mit Bohnenstückchen drin.
Schmeckt wirklich sehr lecker, ist aber wahnsinnig üppig und macht echt schnell satt.

Ich schaffe meine Portion nur zur Hälfte.
Wir fahren gesättigt zurück nach Willemstad und parken unseren Mietwagen (kostenfrei!!!) im Parkhaus.

Nach dem Abendessen zieht es uns allerdings wieder nach draußen.
Es ist Weihnachtszeit und alles so bunt – so richtig schön kitschig bunt – beleuchtet.
Da stehen riesige Entchen und Zuckerstangen im Kreisverkehr, Schneemänner leuchten in allen Farben um die Wette.... und das Ganze ist umso kurioser als es hier auch abends noch angenehme 25° Grad hat und riesige weiße Leuchtbuchstaben Happy White Christmas wünschen.
Weihnachten im Sommerkleid. Hat was... auch wenn ich es nicht immer möchte.
Da schmeckt nämlich kein Glühwein.

Tag 13 

 

6. Dezember – Curacao

Heute wollen wir einfach nur relaxen... an einem der vielen wundervollen Sandstrände der Insel.

Also brechen wir nach dem Frühstück auf und fahren zunächst im Norden die Playa Porto Marie an... schon der Name klingt toll.
Eine lange, unbefestigte, teilweise einspurige, Straße führt an ein wirklich hübsches Fleckchen. Kleine putzige Wildschweine laufen hier frei herum; es gibt auch Liegen und Schnorchelausrüstung zum Ausleihen.
Wir beschließen dennoch, noch einen anderen Strand anzufahren und landen dann schließlich an unserem ganz persönlichen Traumstrand, dem Playa Cas Abao.

Auch hier gibt es einen Verleih für Schnorchel und Brille. Die 10USD sind aber bestens investiert.
Unglaublich, wie viele verschiedene bunte Fische es gibt... ich behaupte jetzt mal, dass ich selbst in Australien und Ägypten nie so viele unterschiedliche Fischarten auf einem Fleck gesehen habe wie hier.
Ich will gar nicht mehr aus dem Wasser... muss allerdings aufpassen, dass es mich nicht zu weit nach draußen treibt.
Muss mich ja noch jemand retten können... für den Fall der Fälle ;-)

Ich ernenne Curacao fortan zu meiner Lieblingsinsel Nr. 2 in der Karibik – gleich nach Barbados, die nach wie vor unangefochten meine Nummer Eins ist.

Am Nachmittag fahren wir zurück zum Schiff und geben den Mietwagen ab.
Während der Beste aller Ehemänner mir etwas zum Essen besorgt (leckere Sandwiches frisch zubereitet von der Sandwich Station auf der Celebrity), muss ich jetzt nach einigen Tagen der Abwesenheit zunächst Kontakt zu meiner Außenwelt aufnehmen.
Es ist zwar eher unwahrscheinlich, dass uns jemand vermisst... aber so ein paar Bilder schicken um die Daheimgebliebenen und Facebookfreude neidisch zu machen muss einfach sein :-))

Danach geht’s noch zu den floating markets, wo Fischer aus dem unweit entfernt liegenden Venezuela ihr Gemüse und Waren anbieten.

Da fällt mir ein: Postkarten !! Ich brauche ja noch dringend Postkarten...

es ist kurz vor 16.00 Uhr. Das Schiff legt in einer Stunde ab. „All on Bord“ ist 16.30 Uhr.

Jetzt aber hurtig...
Ich kaufe und schreibe in Windeseile meine Postkarten, glücklicherweise ist ein Briefkasten auch in der Nähe... zumindest hoffe ich, dass es einer ist …und dann geht’s im Stechschritt zurück auf´s Schiff.

Puh... gerade nochmal geschafft...10 min vorher sind wir da... ich bin außer Puste und fahre die 8 Stockwerke bis zu unserer Kabine ausnahmsweise mal mit dem Lift anstatt zu laufen.

Als wir ablegen sind wir auch schon wieder in der Ocean View Bar auf Deck 14 und genießen noch ein letztes Mal die wundervolle Aussicht von hier oben mit einem leckeren Cocktail in der Hand. Ich habe mich dieses Mal für ein, bei uns eher unbekanntes Mixgetränk entschieden und bestelle einen Margarita Coronita.
Ihr wisst nicht, was das ist ?
Der Amerikaner neben mir an der Bar kannte den auch nicht, denn sonst hätte er mich wohl nicht gefragt, was das ist und ob ich den alleine trinke ;-)

Er schaut ungewöhnlich aus und ist ein Hingucker... der Cocktail natürlich, nicht der Amerikaner :-))... und das Glas erinnert ein wenig an ein Berliner Weiße-Glas. Da rein kommt zunächst Limettensaft, Sirup, Grand Marnier und Tequila und im Mixer gecrushtes Eis. Und in diese, eher feste, Masse wird dann kopfüber – mittels einer speziellen Halterung, die ein Abrutschen verhindert – eine Flasche Corona Bier gesteckt.
Mega lecker !

Aber fragt lieber nicht, wieviel Alkohol oder gar Kalorien da drin sind... will ich aber auch gar nicht wissen :-))

Bye, Bye Curacao... ich werde dich vermissen.

In der Ferne kann man schon Aruba sehen, unser nächstes und letztes Ziel... daher wird das Schiff über Nacht auch vor Aruba auf hoher See ankern.

Tag 14

 

7. Dezember – Aruba

Auch auf Aruba haben wir Gesellschaft. Die Carnival Vista ist auch da.

Unser gebuchter Ausflug nennt sich „Sea and See“... zu sehen gibt es aber erst einmal nur viele Hotelburgen. Wir fahren entlang der Hotelzonen und den aus den Reisekatalogen bekannten Strandabschnitten wie Divi Beach, Eagle Beach und Palm Beach.

Unser erster Stopp und eines der Highlights dieser Slowmotion-Insel ist der Leuchtturm. Unsere Reiseleiterin Mira erzählt uns, dass die Inselbewohner hier alles dafür tun, um NICHTS tun zu müssen und daher hat es schon mal 22 Jahre gedauert von der Realisierung, dass ein Leuchtturm von Nöten ist und der Entscheidung überhaupt einen Leuchtturm zu bauen. Slowmotion ist dagegen Zeitraffer...

Nach diesem Highlight, das einem nun nicht den Atem stocken ließ - wenn Ihr versteht, was ich meine - fahren wir zum Palm Beach, wo uns ein Katamaran zu einem Semisubmarine bringt. Ein „Halb-U-Boot“, dessen Name daher kommt, dass es anders als ein richtiges U-Boot eben nicht ganz untertaucht, sondern nur ein Teil unter Wasser der Wasseroberfläche ist – nämlich genau der Teil, in welchem die Gäste vor den Glasfenstern sitzen und die Unterwasserwelt bestaunen können.
Wir sind nur 20 Leute, 44 passen in dieses semi-sub, bei dem jeder einen Fensterplatz hat... so kann nun jeder wie er will nach links und rechts wechseln um das Wrack eines alten deutschen Frachters, zahlreiche Fische und Fischschwärme sowie einige Taucher zu bestaunen.

Zurück an Land fährt uns der Bus zu den Casibari Rock Formations. Die erinnern mich spontan an die Devils Marbels ind Australien. Hier (also in Aruba) herrscht allerdings – anders als beim australischen Naturphänomen – Hochbetrieb...die amerikanischen Gäste der Carnival Vista scheinen sich geschlossen für diesen Ausflug angemeldet zu haben.
Du liebe Güte !!! Hier musste man sogar einen „one-way-Laufführung“ anordnen, damit auch ja jeder auf diese Steinkugel steigen kann und auch wieder hinunter.

Wir fahren zur dritten Sehenswürdigkeit der Insel und das ist die Natural Bridge. Allerdings ist diese von der See kreierte Steinbrücke vor einiger Zeit in sich zusammengebrochen. Und so kann man neben der Resten der „Mother Bridge“ derzeit nur die kleine Brücke, den „son of a bridge“ bestaunen.

Okay... Aruba hatte ich mir irgendwie spektakulärer vorgestellt.

Zurück von unserem Ausflug ziehen wir nochmal auf eigene Faust los.

Wir nehmen uns ein Taxi, das uns für 13 USD zum CocoLoco Beach und der gleichnamigen Beachbar fährt.
Jetzt ein kühles Bier.... in freudiger Erwartung dieser wohltuenden Erfrischung bei heißen Temperaturen von derzeit um die 32° stellen wir uns brav in der Schlange an.
Nicht ahnend, dass uns gleich die Worte unserer Reiseleiterin Mira schlagartig wieder einfallen werden. „Hier tut man alles um nichts tun zu müssen!!!!“
Sloooow mooooootion in Perfektion. So etwas habe ich noch nie erlebt.
Ich gestehe: hätte ich nicht Urlaub, ich würde mich wohl etwas aufregen.

Bei uns undenkbar, hier scheint es die Leute nicht zu interessieren. Selbst der urlaubende Amerikaner hat die Ruhe weg... naja, die kennen das wahrscheinlich schon.
Denn die karibischen Inseln sind Haupturlaubsziel der Nord-Amerikaner.
Nach geschlagenen 20 Minuten, ca. 3x Nachfragen der Dame an der Bar, was wir denn nun bestellt haben und 2-maligen erstaunten Blickes auf den amerikanischen Geldschein (das Geld kassieren und wechseln darf scheinbar auch nicht jeder in dieser Bar!), haben wir dann auch endlich unsere Großbestellung: 2 Bier... okay, ich muss dazu sagen, es sind zwei UNTERSCHIEDLICHE Biere, was die Sache eindeutig erheblich erschwert :-))

Um eine Erfahrung reicher und einiger wertvoller Lebensminuten ärmer, schlendern wir anschließend am wundervollen Strand entlang.
Auffällig: es gibt nirgends Umkleiden oder ähnliches. Die Strandabschnitte gehören alle zu den entsprechenden Hotels.
Als wir uns an einer Hotel-Beachbar niederlassen und einen Drink bestellen möchten, möchte der Kellner unsere Zimmernummer.
Ja, die kann ich ihm schon geben, wird aber nicht viel helfen ;-) …. schliesslich sind wir ja keine Hotelgäste hier.
Wir erklären also, dass wir hier nicht nächtigen und unseren Drink gerne daher bezahlen würden...da zuckt er mit den Schultern, stellt die beiden bestellten Drinks vor uns hin und meint, das ginge schon in Ordnung...
so schnell kommt man hier auf Aruba also zu einem kostenlosen Drink.
Von hier aus fahren wir mit einem Sammeltaxi, in welchem außer uns nur Einheimische mitfahren, zurück zum Hafen. Ein interessantes Erlebnis. Die Kosten: lächerliche 3 USD. Und dabei haben wir wahrscheinlich schon einen 300% Aufschlag bezahlt.

Tag 15

 

8. Dezember – Auf See

Die Nacht war sehr unruhig auf See. Wie uns der Kapitän am Morgen wissen lässt, gab es 3m hohe Wellen und wir sind mit 18Knoten unterwegs. Das klingt erst einmal nach nicht viel, denn es sind ja umgerechnet gerade mal ca. 34 km pro Stunde, die wir da zurücklegen. Aber auf dem Wasser ist eben alles anders.
Wir geniessen es heute mal nichts tun zu müssen.
Ja, das mag sich jetzt für Sie ungewöhnlich anhören... klar, wir sind ja eigentlich schon seit Tagen im Urlaub und müssen tun wir da eigentlich in der Regel generell nichts.
Aber da wir nicht so die Liegestuhl und Strandtypen sind, wollen wir halt – wo es was zu sehen gibt – auch was anschauen.... wer weiß, ob wir hier noch einmal herkommen.

Abends wähle ich im Moonlight Sonata als Vorspeise die Jakobsmuscheln Rockefeller Art. Und die schmecken aber sowas von genial, dass ich spontan unseren Kellner bitte, mir nochmal diese leckere Gaumenfreude zu bringen. Nach 2 Vorspeisen folgt als Hauptgang dann ein halber Hummer und – man gönnt sich ja sonst nichts – zum Nachtisch gibt es dann noch einen Traum von Schokoladentorte, die sich treffenderweise Chocolate Tombstone - Schokoladen Grabstein - nennt.
Bei der Summe an Cholesterin, die alleine an diesem Abend zusammenkommt, sollte ich vor Ende nächsten Jahres nicht mehr zur Blutkontrolle gehen.

Aber was soll´s … der Abend ist noch lang. Heute ist noch Tanzen angesagt.

Schon mal in einer Silent Disco gewesen ?
Das ist eine echt coole Sache und vor allem für mitreisende Gäste, die eine mögliche Lärmbelästigung fürchten, eine sehr angenehme Art der Musikbeschallung.
Jeder Teilnehmer erhält einen eigenen Kopfhörer mit 3 Kanälen, zwischen welcher er beliebig oft hin und herschalten kann. Selbstverständlich läuft auf diesen Kanälen auch unterschiedliche Art von Musik... auf dem einen eher Rock und Pop aus den 80ern, auf einem anderen Musik aus der Hippiezeit und mehr so Beatles und auf dem 3.Kanal die Songs der aktuellen Charts.
Nun stehen da also viele Leute auf einer Tanzfläche, alle mit einem Kopfhörer auf, die je nach eingestelltem Kanal auch noch unterschiedlich leuchten und jeder bewegt sich natürlich passend zu seiner Musik.
Würde jetzt ein Marsianer oder sonst eine Begegnung der dritten Art zu uns auf die Erde kommen...die würden denken, die sind doch alle bekloppt die Menschen...
Jeder wackelt hier rum wie es ihm passt und jeder anders, dazu blinkt es überall und immer wieder hört man jemanden in die Stille des Raumes hinein undefinierbare Laute von sich geben (natürlich singt der ein oder andere das Lied, das er/sie gerade hört lautstark mit).
Wir kringeln uns teilweise vor Lachen, auch wenn wieder einer von uns selbst aus dem Takt gekommen ist, weil er dem anderen beim Tanzen zuschaut.
Nach 2 Stunden ist leider Schluss... die Kopfhörer werden eingesammelt und der ganze Spuk hat ein Ende...Schade, ich hätte gerne noch weitergetanzt.

Tag 16

 

9. Dezember – Immer noch auf See

Trotz der kurzen Nacht fühle ich mich recht ausgeruht.
Wir frühstücken bereits um 08.00 Uhr und dazu recht ausgiebig. Aber warum auch die Eile... wir sind heute ja wieder nur auf See.
So verbringen wir also den heutigen Tag nochmal mit Essen und Nichtstun... wir sonnen uns auf dem echten Rasen auf Deck 15, lassen uns mittags leckere Falafel und nachmittags Macarons und einen Espresso Caraibico schmecken und fangen dann am späten Nachmittag an so langsam mal unsere Koffer zu packen.

Den krönenden Abschluss dieser wundervollen Kreuzfahrt bildet heute die Abendshow, die wirklich alle Darbietungen, die ich bisher auf einem Kreuzfahrtschiff gesehen habe, toppt.
Die Show Euphoria ist Spitzenklasse. Akrobatik, Musik, Showeffekte und dazu ca. 5m hohe Papierdrachen und andere asiatisch anmutende Fantasiegestalten.
Wir sind hin und weg...das hier hat echt Weltklasseformat. Wow.

Die Nacht wird wieder sehr unruhig. Da die Koffer ja bereits gepackt vor der Türe stehen und der Kleiderschrank somit wieder leer ist, begleitet uns die ganze Nacht hindurch das Klappern der Bügeln... fast ein bisschen gespenstisch.

Tag 17

 

10. Dezember – Miami

Als ich den Vorhang zurückziehe, merke ich: der amerikanische Kontinent hat uns wieder. Wir sind bereits wieder in Miami und unser Kapitän gerade dabei, diesen Megaliner sanft anzulegen.
Ich möchte noch ein letztes Mal die karibische Luft einsaugen und öffne – natürlich noch leicht bekleidet in meiner Nachtwäsche unsere Verandatür...um sie mit einem Ruck sogleich auch wieder zu schließen. Scheiße, ist das kalt !... oh... Entschuldigung... ist mir so rausgerutscht. Es ist ja normalerweise nicht mein Stil, mich derart gehen zu lassen... aber dieser eisige Wind, der mir da entgegenschlägt ist ja nicht mehr normal...
Ich frage mich, ob das wirklich Miami ist oder ob wir einen Zeitsprung gemacht haben.
Als wir vor 2 Wochen abgelegt haben, war es jedenfalls Sommer und jetzt ist hier Winter !!

„Guten Morgen, meine Damen und Herren. Hier spricht Ihr Kapitän. Wir haben soeben wieder in Miami angelegt. Das Wetter ist schön, wir haben allerdings nur 6° Celsius draußen.“.... ah ja !!!
Danke, Herr Kapitän, das habe ich soeben auch bemerkt.

Das Ausschiffungsprozedere verläuft dann ähnlich wie bei anderen Reedereien. Es gibt unterschiedlich farbige Kofferanhänger und je nach Farbe hat man auch unterschiedliche Zeitfenster zugeteilt bekommen, in welchem man das Schiff dann auch verlässt.
Natürlich ohne Koffer, denn die wurden ja in der Nacht schon von fleißigen Helferlein abgeholt.
Gegen 10.00 Uhr sagen also nun auch wir „Goodbye“, passieren die Zollkontrolle – Wahnsinn, wie schnell und einfach das dieses Mal vonstatten geht – und lassen uns von einem Großraumtaxi zum Flughafen bringen.

Das war sie also.... unsere Kreuzfahrt durch die südliche Karibik bis an die Grenze von Venezuela. Wir haben viel gesehen und erlebt und sind wieder um einige wertvolle Erfahrungen und Eindrücke reicher.
Wiederholungsgefahr ? Aber ganz bestimmt... es gibt ja auch so viel mehr Inseln in der Karibik... :-))

Ines Hoenle


Eure Ines Hönle

 

 

 

 

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