Amsterdam - von Coffee-Stopps und Coffeeshops
oder
Allerlei niederländische Köstlichkeiten

 

Amsterdam ? Oh ja, da wollte ich auch schon immer mal hin“...

Egal, wem ich von meinen Plänen erzähle, meinen Geburtstag in der niederländischen Hauptstadt zu verbringen....nahezu jeder ist anscheinend schon dort gewesen oder will hin. Meine Wahl kann also so schlecht nicht sein.


Mama, Duuuu willst nach Amsterdam ? Vielleicht einen Joint rauchen?“

Das ist dann auch die erste Reaktion meiner beiden – bereits volljährigen – Söhne.
Hmm... warum eigentlich nicht ?
Meine Kinder sind erstaunt, mein Mann reagiert entsetzt. Meine Neugierde ist geweckt. Auf nach Amsterdam ! :-))

Dabei hat Amsterdam – ganz abgesehen von den Coffeeshops – so viel mehr zu bieten. Idyllische Grachten, kleine Straßen, massenhaft Radfahrer, Museen, Hausboote, zahlreiche schnuckelige Cafés und Geschäfte, noch mehr Radfahrer und ja, natürlich... auch immer wieder Coffeeshops.

Für unsere 9-köpfige Gruppe habe ich etwas außerhalb von Amsterdam ein Ferienhaus angemietet. Von hier kommen wir dann auch bequem mit zwei Autos und via P+R mit der Straßenbahn weiter direkt in die City zum Hauptbahnhof.

Unser erster Tag in Amsterdam startet mit einer Sightseeingtour in zwei TUKTUKs, jeweils für maximal 5 Personen plus Fahrer. Die Dinger sind elektrobetrieben, was die Verständigung mit den jeweiligen Fahrerinnen, welche auch gleichzeitig unsere Reiseleiterinnen sind, doch sehr vereinfacht.
Und weil wir eine Multikulti-Truppe sind, wird in einem TukTuk Deutsch, im anderen Englisch gesprochen.

Wir starten beim Hauptbahnhof, einem imposanten und oft fotografierten Gebäude im Zentrum. Dann geht es weiter vorbei am NEMO, dem Wissenschaftsmuseum, das an ein riesiges Schiff erinnert und dem Sie nicht nur sprichwörtlich „auf´s Dach steigen“ können.
Auf dem abgeschrägten Dach des Museums ist es nämlich ausdrücklich erlaubt zu picknicken. Und man hat einen einmaligen Blick von dort oben auf die Stadt.

Wir passieren den Botanischen Garten, den Zoo Artis, eine Windmühle mit Brauerei, verschiedene Grachten und selbstverständlich auch die Magere Brugg – eine DER Sightseeing- Hotspots in Amsterdam. Wir fahren vorbei an der „Badewanne von Amsterdam“, dem Stedelijk Museum, und halten am Rijksmuseum für ein schönes Gruppenfoto.
Letzteres gestaltet sich allerdings zunächst etwas schwierig, da immer wieder Fahrradfahrer ins Bild fahren...Beim 4. Versuch ist dann endlich mal KEIN Radler auf dem Foto.

Anschließend geht es wieder zurück in den inneren Grachtengürtel, ins Herz Amsterdams. Wir fahren vorbei am Rembrandthaus, statten dem Rotlichtviertel De Wallen und dem schnuckeligen Jordaan-Viertel sowie einem idyllischem Hinterhofgarten einen kurzen Besuch ab und staunen von außen über das Anne-Frank-Haus, besser gesagt über die wahnsinnig lange Menschenschlange, die davor ansteht.
Tja, hätten die mal das Reisebüro ihres Vertrauen fragen sollen... die Karten sollte man nämlich – wie auch die Eintrittskarten für das Rijksmuseum, das VanGogh-Museum und noch so diverser anderer, äußerst beliebter Touristen-Magnete - bereits im Vorfeld kaufen.
So spart man sich das lange Warten und kann stattdessen in einen Coffeeshop oder ein echtes Cafe gehen.

Apropos Coffeeshop: die bekannteste Kette hier in Amsterdam und zugleich der älteste seiner Art heißt TheBulldog. Aber das nur am Rande...

Jetzt haben wir uns eine Stärkung verdient. Im kleinsten Pfannkuchenhaus von Amsterdam, dem „Upstairs“, sind zwei der 4 Tische für uns reserviert. Ulkig, wie die Tassen und Kannen hier von der Decke hängen. Wir essen, wie es sich für ein Pannekoekenhuis gehört: Pfannkuchen... die einen wählen die Herzhaften, andere eine süße Variante. Und alle schmecken vorzüglich... und auf den Preis schauen wir heute mal nicht.

Übrigens: Wussten Sie, dass die Regenbogenfahnen, welche manche Läden zieren, darauf hinweisen, dass der/die Inhaber/Inhaberin homosexuell ist ?

Nach der Stärkung schlendern wir zu Fuß noch durch die netten Gässchen des mittelalterlichen Teils der Stadt, immer auf der Hut vor den allgegenwärtigen – und vor allen Dingen wenig rücksichtsvollen - Zweiradfahrern.
Auffällig auch: hier fahren ungewöhnlich viele Elektro-Taxen einer Luxusmarke herum, was insbesondere die Männer unserer Gruppe stark beeindruckt.

Eigentlich wollte ich ja noch in einen Coffeeshop...
Wir kommen dann auch endlich wieder an einem vorbei. Aber jetzt wo ich davor stehe und mir dieser eigenartige, süßliche, aber irgendwie unangenehme Geruch in die Nase steigt, kneife ich dann doch.
Sehr seltsamer Geruch...muss ich definitiv nicht haben... nein, echt nicht...da gibt es sicherlich schmackhaftere „Sünden“ als so einen Joint, Lolly oder was auch immer.
Ich belasse es also beim Einatmen der Gerüche, die nach außen dringen und erkenne fortan sogar diesen seltsamen Geruch an dem ein oder anderen vorbeiziehenden Passanten während wir durch Amsterdam schlendern. „Du wärst ein guter Drogenhund geworden“, meint meine bessere Hälfte...Ich nehme das dann mal als Kompliment :-))

Dann doch lieber was "zum Anstoßen" zur Feier des Tages...

Auf geht’s also zum House of Bols. Natürlich auch bereits vorab reserviert.
Neben der Geschichte und dem Prozess der Herstellung dieser legendären Liköre und Spirituosen, gibt es eine „Box“, in welcher man nach Einnahme eines kleinen Fläschchens eine „Reise der ganz besonderen Art“ machen kann.
Na ja... es rumpelt und wackelt, viele Lichter und Farben, dazu ein paar freakige Geräusche und einen metallenen Geschmack auf der Zunge... mein Erlebnis der besonderen Art war jetzt zugegebenermaßen nicht der Burner.
Interessanter finde ich da dann die„Allee der Aromen“, wo sich die diversen Geschmacksrichtungen „erriechen“ lassen. Schön aufgereiht nach Farben sortiert.
Himbeere, Wassermelone, Heidelbeere, Maracuja... du riechst daran und weisst: den Geschmack kenne ich... aber man kommt einfach nicht drauf.
Gut, dass es Kärtchen zum Spicken und Nachlesen gibt.

Am Ende der Tour kann man die Liköre in verschiedenen Geschmacksrichtungen dann auch in Form eines selbstgewählten oder selbst kreierten Cocktails probieren. Find ich gut.

Cheers – Ihr Lieben ! So jung kommen wir nicht mehr zusammen :-))

Das riecht und schmeckt doch nun wirklich um Längen besser...und ist eine prima Einstimmung auf unser Abendessen in einem netten, kleinen Lokal, das wir kurz darauf besuchen.Der Tag klingt auf einer abendlichen Grachtenrundfahrt durch die Kanäle Amsterdams aus.

Danke, liebes Wetter, dass du mitgespielt hast. So lässt sich sogar das Älterwerden leichter ertragen...

Am nächsten Tag ist das Wetter ein wenig traurig und so widmen wir uns der Kunst, besser gesagt dem Van Gogh Museum.
Auch hier absolut ratsam: Karten vorbestellen bzw. vorab buchen. Denn wie beim Anne-Frank-Haus sind auch hier die Warteschlangen sehr lange.
Nicht schwer zu erraten, wo dann auch die interessanten Werke im Museum ausgestellt sind: immer dort, wo die meisten Leute stehen.

Ein Großteil unserer Truppe hat nach der vielen Kunst Hunger und so beschließen wir den legendären Albert-Cuyp-Markt in der gleichnamigen Straße aufzusuchen.
Neben Kleidung und jeder Menge Nippes (über die Notwendigkeit, diese zu besitzen lässt sich natürlich streiten) werden hier 2 bekannte niederländische (süße) Köstlichkeiten angeboten: Zum Einen die stroopwafels (mit Karamellsirup gefüllte Waffeln) und zum Anderen die kleinen poffertjes. Eine niederländische Art Minipfannkuchen von ca. 4-5 cm Durchmesser. Sie werden oft im Zehnerpack verkauft und traditionell mit kleinen Butterstückchen und Puderzucker gegessen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie lieber keinen Arzt oder Apotheker :-)
Beim anschließenden Bummel über den Blumenmarkt decke ich mich mit Blumen ein... allerdings aus Holz. Sie sollen ja die Heimfahrt überleben. Ansonsten gibt es hier aber auch noch Tulpen in allen Farben aus Seide und Silikon – teilweise täuschend echt. Echte Blumen gibt es dafür nur wenige.
Jetzt wäre was Ordentliches zu Essen recht.Und wie es sich für einen echten Amsterdambesuch gehört, genehmigen wir uns dann auch bei Fren´s Haringhandel am Koningsplein einen legendären Hering (haring) im brodje, mit Zwiebeln und Essiggurke. Superfrisch, superzart und sooo was von lecker !!

Um unseren kulinarischen Ausflug abzurunden, ordern wir eine Straße weiter dann noch richtig gute Pommes mit Erdnusssauce und Zwiebeln. Mal was anderes... der Cholesterinspiegel lässt grüßen.

Etwa eine halbe Stunde später entdecken wir noch ein verstecktes Kleinod:

Eine ehemalige Kirche, die jetzt ein Café ist (ein echtes !, kein Coffeeshop). Und da so langsam die Füße nach einer Pause verlangen, kehren wir dort erst einmal ein.
Denn unsere nächste Station ist die „Kirche auf dem Dachboden“.

Das „Museum Ons'Lieve Heer Op Solder“ ist definitiv auch für Museumsmuffel einen Besuch wert. Mitten im Amsterdamer Rotlichtviertel De Wallen und von außen nicht erkennbar, beherbergt ein altes Kaufmannshaus hier eine versteckte Kirche über mehrere Etagen auf dem Speicher. Mit allem Drum und Dran... Hochaltar, Chorgestühl, Orgel, Sakristei. Etwas trittsicher sollte man allerdings sein, denn die Stufen nach oben sind steil und eng. Da die Verhältnisse auch recht beengt sind, erkundigen alle, mit einem Audioguide bewaffnet, selbstständig die Räumlichkeiten.

An Tag 3 zieht es uns etwas außerhalb von Amsterdam, besser gesagt in den Nordwesten, wo bei Zaanstad angeblich das „echte Holland“ liegen soll.

Zaanse Schans (gesprochen: Saanse skans)....eine Ansammlung von Windmühlen und Handwerksbetrieben, die teilweise heute noch in Betrieb sind, und wie eine Art Freilichtmuseum fungieren.

Wie immer auf meinen Touren, zieht es mich dorthin, wo man sich in irgendeiner Form dem Genuss widmet. Und so besuchen wir die Bäckerei, eine Schokoladenmanufaktur, die Käserei und die Gewürzmühle. Letztere hat sich neben dem Verkauf von Gewürzen auch auf die Herstellung von Spekulatius spezialisiert.
Aber eher von der handfesten Sorte und nicht so hauchdünn wie sie bei uns üblich sind... mein erstandener Lebkuchenmann hat dann auch DinA5-Format.

Nach den üblichen Touristen-Fotos brechen wir auf und statten dem kleinen, aber weltbekannten Städtchen Edam noch einen Besuch ab.
Während sich hier im Sommer einmal pro Woche die Touristenströme um den „Dorfplatz“ versammeln um Holländern in Tracht beim Käsewiegen und -rollen zuzusehen, ist es heute angenehm leer.

So mag ich das...

Nur von einem Besuch des kleinen Cafés gegenüber des Rathauses werden wir beim nächsten Besuch definitiv Abstand nehmen. Hier hat man es nicht so mit Service...

Denn, obwohl wir die einzigen Gäste sind, werden die Bestellungen komplett falsch ausgeführt, Reklamationen nur widerwillig entgegengenommen und am Ende auch noch falsch abgerechnet. Schade... das war dann wohl nix.

In einem kleinen Käseladen erstehen wir anschließend noch etwas Käse... allerdings einen spanischen Queso Cabrales, einen cremig-würzigen Blauschimmelkäse aus der nordspanischen Provinz Asturien.
Okay, der ist jetzt nicht sooo typisch für Holland, aber Edamer gibt’s bei uns ja auch zu kaufen :-))

Wir lassen diesen wundervoll sonnigen Tag bei köstlichen spare ribs, Burgern und Tortilla Chips in einem urigen Lokal (Geheimtipp!) in Monnickendam – das praktisch auf unserem Heimweg liegt - ausklingen.

Alkmaar ist am darauffolgenden Tag unsere nächste Station. Ein nettes, kleines Städtchen, das mich mit seinen Kanälen und kleinen kleinen Brücken ein wenig an das englische Städtchen Bourton-on-the-Water in den Cotswolds erinnert.

Wir machen anhand eines auf einer Karte der Touristeninfo eingezeichneten Route einen Stadtspaziergang und essen anschließend... wieder mal Burger mit Pommes.
Können die aber auch echt gut hier in den Niederlanden.


Der Besuch des Biermuseums hinterher macht Lust auf ein „Wickse Rosé Bier“ – einem typisch holländischen Weißbier mit Himbeergeschmack. Es ist süffig und lässt sich gut trinken. Ob dieses Bier jemals eine Himbeere gesehen hat, wage ich allerdings sehr zu bezweifeln.

Ein abendlicher Bummel entlang der Promenade von Volendam rundet auch diesen Tag dann noch perfekt ab... nicht ohne dass ich mir vorher noch einen "Hollandse Nieuwe" (so nennt man den neuen Hering, der zwischen Mai und Juli gefangen wird) mit Zwiebeln – stilecht von der Imbissbude - gegönnt habe.

Während es ein Teil der Gruppe vorzieht lieber am Strand zu liegen bzw. nochmals nach Amsterdamcity reinzufahren, stattet der Rest der zwar nicht so kleinen, aber dafür nicht minder schnuckeligen Stadt Leiden heute einen Besuch ab.

Bevor´s morgen wieder nach Hause geht, wollte wir ja unbedingt noch die typischen holländischen Kroketten probieren...Die niederländische „kroket“ darf man dann auch nicht verwechseln mit unseren Kroketten, welche ja nur aus Kartoffeln gemacht werden.

Nein, in Holland ist das ein komplettes Essen, ein Fastfood-Snack, den es mancherorts sogar aus dem Automaten gibt. So sind die Dinger dann auch wesentlich größer als das deutsche Pendant.

De kroket“ besteht meist aus zunächst in Gemüsebrühe sehr weich gekochtem und danach zerkleinertem oder durch den Fleischwolf gedrehten Rind-, Schweine- oder Hühnchenfleisch. Dazu kommen Gewürze, zerlassene Butter, Brühe und Mehl zum Binden. Die abgekühlte Masse paniert und frittiert man anschließend.
Während die Fastfood-Variante „aus der Wand“ ohne jegliche Beilage auskommen muss, bevorzuge ich dann doch eher die Bistro-Ausführung mit Weißbrot und einem „Alibi“-Salat.
Dann hätte ich das also auch probiert.
Zuhause wird das selbstverständlich mal nachgekocht. Dann allerdings mit mehr „Grünzeug“ als Begleitung.

Was wäre ein Besuch in den Niederlanden ohne dem Meer einen Besuch abzustatten.
Nordwijk aan Zee ist einer der bekannten Badeorte unserer niederländischen Nachbarn. Ein breiter Sandstrand und eine Promenade laden hier zum Relaxen und Flanieren ein.
Unser Ziel ist allerdings – Sie haben´s wahrscheinlich schon vermutet – ein nettes Café am Strand.

Denn obwohl es sommerliche Temperaturen um die 28°C hat, bringen mich in dieses „Eiswasser“, genannt Nordsee, keine 10 Pferde.
Dann doch lieber gemütlich und windgeschützt auf der Terrasse mit Blick auf das Meer sitzen und einen leckeren Cappuccino schlürfen.

Am nächsten Morgen heißt es dann auch leider schon wieder Packen und ab nach Hause.
Vaarwel Holland !
Schön war´s bei dir :-)

Eure Ines Hönle

 

 

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